Löschung einer Grundschuld – Das Wichtigste in Kürze
Sobald Sie Ihre Kreditschulden vollständig zurückgezahlt haben, stellt Ihnen die Bank eine Löschungsbewilligung zur Grundschuld aus. Diese benötigen Sie für die Grundschuldlöschung. Wie es danach weitergeht, lesen Sie hier.
Die Löschung einer Grundschuld ist ohne Notar nicht möglich, weil er die zwingend erforderliche Löschungsbewilligung notariell beglaubigen muss.
Das hängt davon ab, ob Sie Ihr Grundstück behalten oder veräußern wollen. Wenn Sie einen Verkauf der Immobilie planen, ist es besser, die Grundschuld austragen bzw. löschen zu lassen. Wenn Sie das Grundstück behalten und die Immobilie später sanieren möchten, können Sie die Grundschuld bestehen lassen und später gegebenenfalls für eine neue Kreditabsicherung benutzen.
Die Kosten für die Löschung der Grundschuld setzen sich aus dem Honorar des Notars und den Gebühren des Grundbuchamts zusammen. Hierfür müssen Sie ungefähr 0,2 % bis 0,4 % der Grundschuldsumme einplanen.
Lässt der Grundstückseigentümer die Grundschuld nicht löschen, so bleibt sie weiterhin bestehen und belastet die Immobilie in rechtlicher Hinsicht, was bei einem geplanten Verkauf eher nachteilig ist.
Inhaltsverzeichnis
Grundschuld löschen lassen – wie funktioniert das?
Sobald ein Grundstückseigentümer seinen mit einer Grundschuld abgesicherten Immobilienkredit vollständig abbezahlt hat, stellt sich die Frage, ob er dieses Grundpfandrecht aus dem Grundbuch löschen lassen sollte. Denn die Grundschuld bleibt weiterhin bestehen, weil sie von der besicherten Forderung – dem Anspruch der Bank auf Rückzahlung des Kredits – unabhängig ist.
- Das Löschen einer Grundschuld ist immer dann ratsam, wenn der Eigentümer sein Grundstück wieder veräußern möchte. Denn Kaufinteressengen bevorzugen in der Regel unbelastete Immobilien. Außerdem lässt sich ein besserer Kaufpreis erzielen, wenn keine Hypotheken oder Grundschulden im Grundbuch vermerkt sind.
- Wer sein Grundstück behalten und sein Haus in den kommenden Jahren vielleicht sogar sanieren möchte, muss die Grundschuld nicht löschen lassen. Er kann dieses Grundpfandrecht benutzen, um einen neuen Kredit für die Sanierung zu bekommen. Dadurch spart er erhebliche Kosten für eine erneute Grundschuldbestellung.
Grundschuld löschen – nicht ohne Löschungsbewilligung
Sobald Sie Ihren Kredit abbezahlt haben, lassen Sie sich eine Löschungsbewilligung von der Bank aushändigen. Sie dient Ihnen als Nachweis dafür, dass Sie den Kredit vollständig beglichen haben. Außerdem willigt die Bank damit schriftlich in die Grundschuldlöschung ein. Sie benötigen dieses Dokument, wenn Sie die Grundschuld löschen lassen wollen.
Anschließend übergeben Sie Ihren Löschungsantrag zusammen mit der Löschungsbewilligung einem Notar. Er muss die Bewilligung der Bank notariell beglaubigen. Danach leitet er beide Dokumente an das Grundbuchamt weiter. Das Grundbuchamt prüft die Unterlagen und vermerkt die Grundschuldlöschung im Grundbuch.
Die Löschung der Grundschuld verursacht Kosten – einerseits für den Notar und andererseits für das Grundbuchamt. Sie entsprechen der Höhe nach in etwa 0,2 % bis 0,4 % der Grundschuldsumme, womit die Löschung kostengünstiger ist als die Bestellung einer Grundschuld.
Für die Löschungsbewilligung fallen keine Kosten an. Vielmehr ist die Bank verpflichtet, dem Grundstückseigentümer die Bewilligung auszustellen, sobald er seine Kreditschulden beglichen hat.
Löschungsbewilligung: Kostenloses Muster zum Download
Um die Grundschuld löschen zu lassen, erhalten Sie von der Bank eine Löschungsbewilligung, in der die Grundschuld genau bezeichnet ist. Sie müssen dieses Dokument also nicht selbst aufsetzen. Das folgende Muster dient nur zur Veranschaulichung. Es zeigt, welche Informationen die Bewilligung beinhalten muss.
Laden Sie hier das kostenlose und unverbindliche Muster herunter:
Kreditgeber / Gläubiger der Grundschuld
[Firmenname, Anschrift]
alle Kreditnehmer / Eigentümer der belasteten Immobilie
[Name(n), Anschrift(en)]
Löschungsbewilligung
Im Grundbuch von …
des Amtsgerichts …, Band …, Blatt …, Flur …, Flurstück …
ist eine Grundschuld in Abteilung III
laufende Nr. …
über … € (in Worten: … €) nebst Zinsen und Nebenleistungen
zugunsten des oben bezeichneten Kreditgebers/Gläubigers eingetragen.
Der Kreditgeber/Gläubiger bewilligt hiermit die Löschung der Grundschuld einschließlich Zinsen und aller Nebenrechte.
Auf die Vollzugsmitteilung wird nicht verzichtet.
[Ort, Datum, Unterschrift des Gläubigers]
Ich/wir als Eigentümer der belasteten Immobilie stimmen der Löschung der Grundschuld zu und beantragen, dass diese auf unsere Kosten im Grundbuch eingetragen wird.
[Ort, Datum, Unterschrift aller Eigentümer]
[Beglaubigungsvermerk]